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„Digitaler Staat“: Themen, die uns bewegen

Unsere Gedanken zur Konferenz „Digitaler Staat“

Unsere Gedanken zur Konferenz „Digitaler Staat“

Ein Kommentar von Irene Gerau

Von 10. bis 12. Mai fand der vom Behördenspiegel ins Leben gerufene „Digitale Staat 2021“ als Online Konferenz statt. SEITENBAU war zum ersten Mal dabei.

Themenschwerpunkt der Konferenz war – wenig überraschend – die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

Digitalisierung für Menschen

Den Auftakt der Konferenz machte Dorothée Bär mit einer interessanten Ausführung zu „Digitale Souveränität“, in der sie sich für niederschwellige Lösungen aussprach, die gerne und einfach genutzt werden sollen, weil „Digitalisierung für die Menschen da sein soll“. Das sprach uns gleich auf mehreren Ebenen an. Einerseits, weil es ganz nach dem User Centered Design Ansatz den Menschen in den Mittelpunkt rückt; etwas, das auch wir in unseren Umsetzungsprojekten leben. Andererseits, weil niederschwellige Angebote den Schwerpunkt darauf legen, echte Lösungen für die Probleme echter Menschen zu bieten. Auch das ist eine Mission, der wir uns in all unseren Projekten verschrieben haben.

OZG auf die Straße bringen

Neben Digitaler Identität und Souveränität war OZG, die Umsetzung des Online Zugangsgesetzes bis Ende 2022, natürlich eines der vorherrschenden Themen in Impulsvorträgen, wie auch in etlichen Fachforen. Dass Ernst Bürger, Abteilungsleiter Digitale Verwaltung, Steuerung OZG im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat im Rahmen der Diskussion „Endspurt OZG – Vollständigkeit oder Skalierung?“ meinte, „die Projekte, die nah dran sind, entscheiden die Wege“, hat uns sehr gefreut.

Mit der Entwicklung der Serviceportale service-bw.de für das Innenministerium Baden-Württemberg und amt24.de für die Sächsische Staatskanzlei, sowie einer Vielzahl an Digitalisierungsprojekten auf kommunaler Ebene, sind wir schon länger aktiv für die OZG-Umsetzung unterwegs; also „wegentscheidend“.

Nach dem OZG ist vor der Registermodernisierung!?

Dass OZG die Deutsche Bundesverwaltung wie ihre Dienstleister relativ gesehen eher kurz- als langfristig beschäftigen wird, merkte Dr. Oliver Heidinger, Gruppenleiter Digital Governance und Stellvertreter des CIO im Ministerium für Wirtschaft, Innovationen, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen im Fachforum 11 „Serviceportal.NRW“ an. Laut Dr. Heidinger ist „Registermodernisierung nach OZG das nächste große Thema“. Während das OZG hauptsächlich die Digitalisierung der Strecke Bürger – Behörde abdeckt, ermöglicht die Registermodernisierung die vollständige Digitalisierung der Verwaltung.

Als SEITENBAU freuen wir uns, mit unserer Projekterfahrung und Expertise in beiden Themenfeldern (OZG und Registermodernisierung) alle Kompetenzen und Erfahrungen zu haben, um perspektivisch die vollständige Digitalisierung der Verwaltung aktiv mitgestalten zu können.

Die Digitale Transformation der Öffentlichen Verwaltung braucht einen Wandel der Arbeitskultur

Dr. Christian Knebel, Geschäftsführer PublicPlan, machte im Fachforum 12 „Auf Augenhöhe – IT Nutzung und Digitale Souveränität“ eine spannende Aussage: „Digitalisierung ist eine elementare Aufgabe der Bundesverwaltung“, und, so Dr. Knebel weiter, „das kann man nicht weggeben“. Das heißt, die Digitale Transformation braucht einen Wandel von Mindset und Arbeitsweisen in der Öffentlichen Verwaltung selbst. Dies kann nicht an externe Dienstleister delegiert werden. So werde Digitalisierung in der Verwaltung langfristig verankert.

Das sehen und leben wir ähnlich. In unseren Digitalisierungsprojekten nehmen wir der Verwaltung bzw. unseren dortigen Ansprechpartnern keine Kompetenz weg. Wir begleiten sie auf Augenhöhe, unterstützen und enablen sie, ihre Aufgabe als Product Owner und als Entscheider über die fachliche Ausgestaltung der Digitalisierung bestmöglich erfüllen zu können.

Auf dem Weg zur agilen Verwaltung: neue Rollen, neues Führungsverständnis, neue Entscheidungsstrukturen

Mit Spannung erwartet haben wir das Fachforum 21 „Die neue Verwaltung – agil, mobil, innovativ“, in dem Stefan Eichenhofer, Geschäftsführer SEITENBAU, mit Sonja Anton, Innovationsleiterin Tech4Germany, Ulf Glöckner, Leiter Sopra Steria Next Public Sector und Sebastian Jensch, Bereichsleiter bei msg, in eine abwechslungsreiche Diskussion einstieg. Jeder Diskussionsteilnehmer brachte drei Thesen mit in die Diskussion. Mit Stefan Eichenhofers These „Erfolgreiche Projekte brauchen neu gedachte Entscheidungsstrukturen“ konnten wir unsere Position einbringen: Agilität ist mehr, als eine Erweiterung des Projektmanagement-Werkzeugkastens. Es braucht dafür ein anderes Mindset und ein neues Führungsverständnis.

Sonja Anton stützte diese These in der Diskussion. Parallel dazu entbrannte eine lebhafte Diskussion unter den Zuhörer*innen im Chat, wo notwendige Anpassungen in der Ausbildung von Beamten in den Raum geworfen wurden, um agiles Mindset und neues Führungsverständnis zu vermitteln.

Agilität, Mobilität und Innovation sind Themen, die uns als SEITENBAU nicht nur in der Projektarbeit mit unseren Kunden tagtäglich beschäftigen, sondern auch als Organisation. Was ist „gute“ Führung? Was braucht es, um gut führen zu können? Wie hat sich das Führungsverständnis im agilen Kontext geändert? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen uns selbst tagtäglich. Als eines der fünf am besten besuchten Fachforen lässt sich ableiten, dass es ein reges Interesse und einen Bedarf an Ideen, Diskussion und Veränderung hierzu auch innerhalb der Verwaltung gibt.

Fazit:

Es gibt viele Themen rund um Digitalisierung, welche die Verwaltung und ihre Dienstleister aktuell bewegen. Einige davon, bewegen wir mit.

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Ihr Ansprechpartner
Irene Gerau
Mail an Irene Gerau