Bundesverwaltungsamt | IT InfoBund

Das Informationssystem ist ein Gemeinschaftsauftrag des Bundesverwaltungsamtes (BVA) und der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für den Einsatz von Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt). Die Anwendung wurde von SEITENBAU technisch konzipiert und realisiert.

Ziel des Projektes IT-InfoBund war die Erstellung einer datenbankbasierten Intranet-Anwendung zur zentralen Erfassung des gesamten Informationstechnologie-Bestandes aller Bundesbehörden. Grundlage für dieses Verfahren ist die Verpflichtung der Bundesbehörden, einmal im Jahr zu einem bestimmten Stichtag, eine Meldung Ihres IT-Bestandes zu machen - Hardware, Software und IT-Personal. Aus diesen Inventurdaten auf Behördenebene wird das IT-Bestandsverzeichnis des Bundes generiert. Bisher wurde für die Erfassung der IT-Bestandsdaten ein recht aufwändiges Verfahren mit mehrseitigen Formblättern in Papierform oder umfangreichen Excel-Tabellen verwendet. Dieses Verfahren sollte durch das Informationssystem IT-InfoBund abgelöst werden.
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Die Benutzerverwaltung des zentralen Systems bietet umfangreiche Berechtigungszuweisungen über frei definierbare Rollen

Für alle Behörden innerhalb des Verbundnetzes IVBB/IVBV sollte ein zentrales Erfassungs- und Recherchesystem geschaffen werden, über das die erfassten Daten der einzelnen Behörden eingegeben und ausgewertet werden können. Auf aktive DHTML und Java-Script Inhalte musste dabei jedoch gemäß der Vorgaben gänzlich verzichtet werden. Da viele der betroffenen Behörden aus technischen Gründen keinen Online-Zugriff auf das zentrale Erfassungssystem im IVBB/IVBV haben, musste darüber hinaus ein dezentrales Softwareprogramm (Java-Client) erstellt werden, das diesen Behörden zur Eingabe ihrer IT-Bestandsdaten zur Verfügung gestellt werden kann.

Der Datenimport von dezentral erfassten IT-Beständen in das zentrale System stellte eine besondere Herausforderung bei der Realisierung des Projektes dar. Weitere Systemanforderungen lagen in einer frei konfigurierbaren Auswertungsfunktionalität über alle im System erfassten Datenbestände und eine Benutzerverwaltung mit einem Berechtigungskonzept für die fein justierbare Vergabe unterschiedlicher Arten von Zugriffsrechten auf das System.
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Mit der Recherchefunktion des zentralen IT-InfoBund-Systems können die gemeldeten Bestandsdaten nach frei konfigurierbaren Kriterien durchsucht werden

SEITENBAU realisierte für das Informationssystem IT-InfoBund ein zentrales System für Behörden innerhalb des Verbundnetzes IVBB/IVBV auf Basis einer LAMP-Architektur (Linux, Apache, MySQL, PHP) und ein dezentrales System für Behörden ohne Zugriff auf das Netzwerk auf Basis einer Java-Technologie. Beide Systeme sind plattformunabhängig und können von gewöhnlichen Arbeitsplatzrechnern aus bedient werden.

Das zentrale System kann als Intranet-Applikation mit einem Standard-Webbrowser bedient werden. Die Benutzer- und Rechteverwaltung läuft über das OpenLDAP Protokoll und bietet umfangreiche Berechtigungszuweisungen über frei definierbare Rollen (z.B. „Standard-Benutzer“, „Auswertungs-Administrator“, „Behörden-Administrator“ etc.). Für jeden Meldezeitraum werden alle zu erfassenden IT-Produkte nach Software, Hardware etc. von Administratorenseite zentral in einem hierarchisch gegliederten Kategorienschema angelegt.

Dieses vom Systemadministrator frei konfigurierbare Schema zur Inventarisierung des IT-Bestandes wird den Behörden außerhalb des IVBB/IVBV als XML-Austauschdatei zur Verfügung gestellt. Dadurch erfassen alle Behörden ihren IT-Bestand nach derselben Grundlage. Bereits im System erfasste IT-Bestandsdaten können über eine differenzierte Recherchefunktionen, wie beispielsweise eine Volltextsuche individuell oder zentral ausgewertet werden. Rechercheergebnisse, sowie archivierte und aktuelle Bestandsdaten lassen sich über eine Exportfunktionalität in den Formaten PDF, HTML/Druckversion und CSV in andere Anwendungen transferieren.
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Für jeden Meldezeitraum werden alle zu erfassenden IT-Produkte zentral in einem hierarchisch gegliederten Kategorienschema angelegt

Das dezentrale System kann durch moderne Java-Technologie auch als Client plattformunabhängig betrieben werden. Dazu wird das Software-Programm von den Behörden außerhalb des IVBB/IVBV in einem geschützten Bereich der BVA Internetpräsenz einfach heruntergeladen und lokal auf gewöhnlichen Arbeitsplatzrechnern installiert und für jeden Meldezeitraum das im zentralen System konfigurierte Kategorienschema der zu erfassenden Hard- und Software mittels einer XML-Austauschdatei in die Java-Clients importiert. Aus dieser Datenstruktur generiert das Java-Tool seine Eingabemasken, so dass die dezentralen Clients nicht jedes Jahr wieder in einer neuen Version an die Behörden distributiert werden müssen.

Bestandsdaten die mit den dezentralen Java-Clients auf Behördenebene erfasst wurden, können durch eine automatisierte Export-Funktion in das zentrale System eingepflegt werden. Aus den Daten aller dezentralen und zentralen Meldungen generiert sich so für jeden Meldezeitraum das IT-Bestandsverzeichnis des Bundes. Für jeden Meldezeitraum wird das im zentralen System konfigurierte Kategorienschema der zu erfassenden Hard- und Software-Produkte mittels einer XML-Austauschdatei in die Java-Clients importiert.

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