HTWG Konstanz, Fakultät Informatik
SEITENBAU arbeitet bereits seit mehreren Jahren im Rahmen von Forschungsprojekten im Bereich Software-Entwicklung sehr eng mit der Fakultät Informatik der HTWG Konstanz (Professur für Software-Engineering und Verteilte Systeme) zusammen. Die Fakultät Informatik der HTWG Konstanz verfügt über eine langjährige Tradition und ist sehr forschungsaktiv. Sie bietet praxisorientierte, zukunftssichere Studiengänge, deren fachlich fundierte Profile am Arbeitsmarkt ausgerichtet sind und in denen sowohl Grundlagen als auch aktuelle Entwicklungen auf hohem Niveau vermittelt werden.
Die aktuellen Projekte:
Reverse Engineering bestehender Software für die modellgetriebene Entwicklung
Ziel der modellgetriebenen Software-Entwicklung (Model Driven Software Development/MDSD) ist es, fachliche Aspekte eines Software-Systems nicht direkt zu kodieren, sondern mit Hilfe von Modellierungssprachen formal zu beschreiben und daraus lauffähigen Code durch Transformatoren zu generieren.Von der dadurch gewonnenen höheren Abstraktion und Plattformunabhängigkeit verspricht man sich eine höhere Code-Qualität, automatische Konsistenz zwischen Modell und Code sowie eine größere Wiederverwendbarkeit.
Derzeit fokussiert man sich im Wesentlichen auf das Forward Engineering, d.h. das Erstellen von neuem Code. Wie bereits existierender Code in einen MDSD-Entwicklungsprozess integriert werden kann, wird kaum betrachtet. Für die industrielle Akzeptanz einer neuen Technologie sind jedoch die Integration bestehender Systeme und das Aufweisen ”sanfter Migrationspfade” wesentliche Grundvoraussetzungen.
In diesem Projekt soll deshalb ein Vorgehen erarbeitet werden, bei dem der bestehende Code in einem iterativen Prozess in eine MDSD-geeignete Form überführt wird. Ein erster Schritt soll eine saubere Trennung von generierten und manuellen Artefakten erreichen, so dass in weiteren Schritten die manuellen Anteile nach und nach auf die Modellebene gehoben werden können. Um die industrielle Anwendung des Verfahrens im laufenden Prozess zu erlauben, soll in jedem Schritt die Lauffähigkeit des Gesamtsystems erhalten bleiben.
Transparente Integration von NAT-Traversierungstechniken in Java RMI
Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, eine Kombination verschiedener NAT-Traversierungstechniken so in Java RMI zu integrieren, dass entfernte Methodenaufrufe über administrative Domänen hinweg ermöglicht werden. Die zu entwickelnde Erweiterung von Java RMI soll transparent in der Nutzung sein und möglichst keine zentralen Server erfordern. Die benötigte Koordinierungsfunktionalität soll daher mit Hilfe bereits existierender Peer-To-Peer-Infrastrukturen realisiert werden.
Ein wichtiger Aspekt, der bei Verteilung über administrative Domänen hinweg berücksichtigt werden muss, ist Sicherheit. Dazu gehört der Schutz vor unautorisiertem Zugriff, gegen Man-in-the-Middle- und gegen Denial-of-Service-Angriffe. Die erwarteten Projektergebnisse sollten auch für andere Verteilungstechnologien interessant sein, etwa das Microsoft .Net-Framework und die Web-Service-Technologie.
Weitere Informationen zur Kooperation zwischen der HTWG und SEITENBAU erhalten Sie bei Prof. Dr. Oliver Haase (HTWG) oder direkt bei SEITENBAU. Kontaktieren Sie uns!